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07.09.2017, 20:48 Uhr | CDU | Martin Reinholz
Maria Bauken einstimmig wiedergewählt
Frauen Union Haren wählt neuen Vorstand
Maria Bauken heißt die bisherige und neue Vorsitzende des Frauen Union Stadtverbandes Haren (Ems). Die Mitglieder sprachen ihr einstimmig ihr Vertrauen aus. Mit einstimmigen Voten wurden auch Lisa Menke als stellvertretende Vorsitzende und Heide Lünser als Schriftführerin in ihren Ämtern bestätigt. Die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann sprach vor den Harener Frauen zum Thema "Das Internet – ein rechtsfreier Raum? Wie kann ich mich vor Cyber-Mobbing schützen?"
Der neue Vorstand der Frauen Union Haren (Ems): v.l. Maria Tieben, Ingrid Auth, Gerda Jänen, Heide Gehrs, Maria Bauken, Heide Lünser, Hedwig Held, Lisa Menke und Elke Koormann. (Foto: Martin Reinholz)
Haren (Ems) -

"Politik ohne Frauen ist heute nicht mehr vorstellbar", stellte Maria Bauken zu Beginn ihres Rechenschaftsberichtes fest. Das Engagement, der Sachverstand und die Kreativität der Frauen seien unverzichtbar, sagte Bauken. Schlaglichtartig ließ Bauken einige Höhepunkte der letzten zwei Jahre Revue passieren. Im Jahr 2015 wurde das 40jährige Bestehen der Frauen Union in Haren begangen. Zahlreiche Betriebe und Einrichtungen, wie die Harener Seniorenzentren und die Rettungswache wurden besucht. Ein Höhepunkt bildete jeweils die jährliche Fahrrad-Info-Tour mit dem Bürgermeister, sagte Bauken. Zum Programm der Harener CDU Frauen gehörte auch eine Fahrt nach Wismar und Leipzig. Im kommenden Jahr soll es eine Fahrt zum neuen Landtag nach Hannover und Berlin geben.

Zufrieden zeigte sich die Vorsitzende mit dem Ergebnis der Kommunalwahlen im vergangenen Jahr. Von den 25 CDU-Sitzen fielen zehn auf Frauen. Bauken dankte den Kolleginnen im Vorstand für ihre geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren.

Bei der Vorstandswahl, die von Gitta Connemann als Wahlleiterin durchgeführt wurde, stimmten alle anwesenden Frauen für eine Wiederwahl Baukens. Das gleiche Ergebnis erzielten Lisa Menke (stellvertretende Vorsitzende) und Heide Lünser (Schriftführerin). Als Beisitzerinnen wurden Ingrid Auth, Maria Tieben, Gerda Jänen, Heide Gehrs, Elke Koormann, Dorothe Wessels und Hedwig Held in den Vorstand gewählt.

Gitta Connemann bezeichnete die Frauen-Union als "treibende politische Kraft" in Haren. Sie dankte der Vorsitzenden Maria Bauken und allen Vorstandsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement.

"Die sozialen Medien sind mittlerweile Teil des normalen Lebens", stellte MdB Connemann fest. Aber das Internet stelle trotz vieler Vorteile auch eine Bedrohung dar. So hätten schon Fälle von Mobbing zu Suiziden geführt, gab die Bundestagsabgeordnete zu Bedenken. Das "Cyber-Mobbing" sei bei weitem "perfider" als das normale Mobbing. Durch die ständige Erreichbarkeit des Internets gebe es keine Rückzugsmöglichkeit. Das Publikum sei unüberschaubar groß, ein Löschen von Bildern und Texten kaum möglich. Die Täter könnten anonym agieren und die Betroffenheit des Opfers werde nicht wahrgenommen, so dass Täter immer weiter agieren würden, meinte Connemann.

Mobbing fände in unterschiedlichen Arten statt. So gebe es Belästigungen, Verleumdungen und Verbreitung von Gerüchten, Bloßstellung, Ausschluss oder Ignoranz, Demütigungen und Bedrohungen. Das Cyber-Mobbing sei auch "keine Randerscheinung", stellte Connemann klar. Laut Studien hatten in der Altersgruppe der Zwölf- bis 19jährigen 34 Prozent der Befragten angegeben, dass in ihrem Bekanntenkreis schon einmal jemand von Cyber-Mobbing betroffen war.

Als wirksamen Schutz gegen das Cyber-Mobbing nannte Connemann den Schutz der Privatspähre. Handynummer, Post- und E-Mail-Adressen gehörten nicht in ein öffentliches Profil. Freundschaftsanfragen Unbekannter sollten abgelehnt werden. Die Einstellungen der sozialen Netzwerke sollten dahingehend genutzt werden, dass Fotos und persönliche Daten für andere nicht einsehbar sind, meinte die Politikerin.

Abschließend zeigte die Bundestagsabgeordnete mögliche Vorgehensweisen gegen Cyber-Mobbing Attacken über die Abmahnung, die Unterlassungsklage, die einstweilige Verfügung bis hin zur Strafanzeige auf.