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27.06.2017, 10:00 Uhr
Althusmann informiert sich im Ludmillenstift Meppen
Krankenhaus der Ersten Liga
Meppen. Der Investitions- und Personalbedarf der Krankenhäuser war Thema beim Informationsbesuch von Bernd Althusmann (CDU) beim Ludmillenstift in Meppen.
Die Bedeutung der Intensivmedizin im Krankenhaus Ludmillenstift Meppen erläuterte der Ärztliche Direktor Norbert Fischer (rechts) den Gästen, unter ihnen der CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann (Zweiter von rechts). Foto: Manfred Fickers
Begleitet wurde der Spitzenkandidat der CDU bei der Landtagswahl in Niedersachsen am 14. Januar 2018 vom Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann, dem Landtagsabgeordneten Bernd-Carsten Hiebing und Mitgliedern des CDU Kreisverbands Meppen. Althusmann hat in seinem Regierungsprogramm angekündigt, den Investitionsstau bei den Krankenhäusern in Niedersachsen durch eine kontinuierliche Förderung in Höhe von 200 Millionen Euro pro Jahr über einen Krankenhausfinanzierungsfonds abzubauen. Der Geschäftsführende Verwaltungsdirektor, des Ludmillenstifts, Wilhelm Wolken, wies auf eine stetige Weiterentwicklung des Hauses mit 20 Abteilungen und 1300 Mitarbeitern hin, die 20.000 Patienten pro Jahr versorgen. Das seit zwei Jahren laufende, auf vier Jahre angelegte Entwicklungsprogramm sehe 60 Millionen Euro Investitionen vor. Es sei noch viel zu tun, erklärte Wolken unter Hinweis auf die Digitalisierung, um die Bürokratie in den Griff zu bekommen, die notwendige Erneuerung von Patientenzimmern und den Neubau der Krankenpflegeschule. Dies vor dem Hintergrund, dass die Nachwuchs- und Fachkräftewerbung immer schwieriger wird, mit „Anzeigen bis hinter den Ural“. Pflegedirektorin Heike Burrichter antwortete auf die Frage nach den Auswirkungen der neuen gesetzlichen Regeln zur Pflegeausbildung, dass sie die Ausführungsbestimmungen abwarten will, bevor sie sich dazu äußert. Medizinische Zentren Zehn interdisziplinäre Zentren im Ludmillenstift bieten eine Versorgung auf hohem Niveau, betonte Wolken. Chefarzt Christoph Tschan, Facharzt für Neurochirurgie, stellte das Wirbelsäulenzentrum vor. Die Besucher staunten über die präzisen, von viel Technik unterstützten Operationsmöglichkeiten. Schon jetzt spielt Informationstechnologie eine wichtige Rolle, hier müsse aber weiter investiert werden. Der Ärztliche Direktor, Norbert Fischer, berichtete von seinem Fachgebiet Anästhesie und Intensivmedizin. 2016 hat die Abteilung über 10.000 Anästhesieleistungen für die operativen Fachgebiete des Ludmillenstifts erbracht. 14 Betten gibt es auf der operativen Intensivstation. Hier werden pro Jahr über 1000 Menschen behandelt. Die medizinische und technische Entwicklung mache weitere Investitionen im Interesse der Patienten nötig. Für das Gesehene gab es ein Lob von Althusmann, das Krankenhaus spiele „in der Ersten Liga“, es sei auf dem richtigen Weg. Das Land müsse mehr für die Ausbildung von medizinischem Personal tun, insbesondere die Zahl der Medizinstudienplätze ausweiten, um die Versorgung zu sichern.